EU-Strategie für Flüssigerdgas und der Speicherung von Gas

Linke Energie ErneuernHeute wurde der Bericht zur EU-Strategie für Flüssigerdgas und der Speicherung von Gas mit einer Mehrheit von 415 Stimmen angenommen. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

 

„Die vorgeschlagene EU-Strategie und auch der heute verabschiedete Bericht sind Schritte in die völlig falsche Richtung. Gas wird als „Unterstützungstechnologie“ dargestellt, die die Anwendung von Erneuerbaren Energien ermöglichen würde. Es wird geplant, EU-Gelder in den Ausbau der Flüssiggasterminals und Gaspipelines zu stecken, vor allen Dingen aus der Connecting Europe Facility und den Strukturfonds. Heute liegt die Nachfrage nach Gas in der EU 23 Prozent unter ihrem Höchststand von 2010, auch aufgrund von Energieeffizienzmaßnahmen und dem Einsatz Erneuerbarer Energien. Wenn nun verstärkt in Flüssiggas investiert wird, schafft sich die EU eine Infrastruktur an, die sie nicht braucht, und die von allen Steuerzahlern bezahlt werden muss. 75 Prozent der Gas-Nachfrage in der EU stammen allein aus sechs Mitgliedstaaten: Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Niederlande und Spanien. Also aus Ländern, die heute schon Energieeffizienz-Maßnahmen anwenden und Programme zur Förderung Erneuerbarer Energien haben. Hinzu kommt: Bei der Produktion, Lieferung und Verwendung von Flüssiggas entweicht Methan, das viel klimaschädlicher als CO2 ist.“ Weiterlesen »

Pariser Klimavertrag: Jetzt müssen Taten folgen!

Heute stimmte das Europäische Parlament mit einer großen Mehrheit von 610 Stimmen bei 38 Gegenstimmen und 31 Enthaltungen für die Annahme des Pariser Klimavertrags. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

„Ich begrüße, dass das Abkommen mit so großer Mehrheit des Europaparlaments angenommen wurde. Es markiert einen Wendepunkt, denn die 187 Vertragsparteien verpflichten sich, ihre Treibhausgasemissionen zu senken und im Rahmen des Überarbeitungsmechanismus alle fünf Jahre die Reduktionsziele anzuheben. Allerdings müssen nun auch Taten folgen: die bisher abgegebenen Verpflichtungen der Mitgliedstaaten, ihre Treibhausgase zu senken, würden zu einer katastrophalen Klimaerwärmung von 3,5 Grad führen!“ Weiterlesen »

Cañete und die Kernenergie: Kommissar für Klimaschutz und Energie im Industrieausschuss

Zur heutigen Debatte im Industrieausschuss (ITRE) zum Kernfusionsreaktor ITER mit dem zuständigen Kommissar Miguel Arias Cañete erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

„Cañete stellt die Kernfusion und den Forschungsreaktor ITER als saubere und unbegrenzte Energiequelle dar, die in der Lage wäre, die Energiefragen der Zukunft zu lösen. 6,6 Milliarden Euro werden aus dem europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 für den ITER ausgegeben. Dabei verschiebt sich der Zeitplan immer weiter nach hinten – die Deuterium-Phase, also das Zufügen des Brennstoffs soll nun erst 2035 beginnen. Seit den 50er Jahren wird an dieser Technologie geforscht – ohne nennenswerte Ergebnisse. Diese unkontrollierbare Technologie setzt auf geografische und wirtschaftliche Zentralisierung der Energieerzeugung, fern der StromverbraucherInnen. Dieses Projekt sollte so schnell wie möglich eingestellt werden, so dass dringend benötigte Ressourcen, die für Investitionen in erneuerbare Energieträger verwendet werden müssen, genutzt werden können.“

 

 

Umgestaltung des Energiemarkts: EP-Mehrheit stimmt fürs Auslaufen der Förderung für erneuerbare Energien 

energie erneuernDer Bericht des konservativen Berichterstatters Werner Langen (CDU) wurde mit einer Mehrheit von 454 Stimmen (bei 188 Gegenstimmen) angenommen. Zwei gemeinsame Änderungsanträge der linken Fraktion GUE/NGL und der Grünen, die sich für den Erhalt eines stabilen Einkommensstroms für Erneuerbare aussprachen, fielen durch. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im Europaparlament:

 

„Der Bericht spricht sich für die Einführung beziehungsweise Beibehaltung von Kapazitätsmärkten aus, und möchte diese auch grenzüberschreitend gestalten. Dies ist ein Subventionsprogramm für Kohle- und Atomstrom, die über die Kapazitätsmärkte zusätzliches Einkommen generieren können.“

 

„Gleichzeitig werden günstigere Modelle, wie die strategische Reserve in Deutschland, abgelehnt. Es ist fatal, dass die schrittweise Abschaffung der Beihilfen für erneuerbare Energie-Technologien gefordert wird. Denn andererseits erhalten Kohle- und Atomstrom massenhaft Subventionen und belasten die Umwelt, die Gesundheit der BürgerInnen und den Fiskus mit Nachsorgekosten. Solange wir Überkapazität an elektrischem Strom in der EU haben, solange der Preis der CO2-Zertifikate die externen Kosten der Kohleverstromung nicht widerspiegeln – solange brauchen wir auch Beihilfen für die erneuerbaren Energien,“ so Cornelia Ernst abschließend.

Sommertour Rheinland-Pfalz 2016

IKZ St. Sebastian am 24.07.2016

Auch in diesem Jahr reisten die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner und die Europaabgeordnete Dr. Cornelia Ernst im Rahmen ihrer gemeinsamen Sommertour Ende Juli quer durch Rheinland-Pfalz. Die Politikerinnen nutzten die Tour, um sich vor Ort in den besuchten Städten einen ausführlichen Überblick zu verschaffen und mit Bürger*innen in einen Dialog zu treten. Die thematischen Schwerpunkte lagen hierbei auf den Bereichen Behinderten-, Flüchtlings- und Energiepolitik. Während der Tour sammelten sie wichtige Impulse für ihre politische Arbeit und konnten zahlreiche Kontakte knüpfen.

Ein herzlicher Dank gebührt allen Genoss*innen der beteiligten Kreisverbände sowie natürlich auch allen besuchten Einrichtungen, Initiativen und Organisationen für die interessanten Gespräche und Einblicke. Den Auftakt der diesjährigen Sommertour bildete am 22. Juli die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Vormittags trafen sie sich mit dem Regionalmitarbeiter*innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Sebastian Frech, sowie Andreas Thomsen, um Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Politischen Bildung zu erörtern. Weiterlesen »