geboren am 30.11.1956 in Bad Saarow, verheiratet
Lehrerin für Geschichte und Deutsch

Beruflicher Werdegang

  • 1979 Abschluss als Diplom-Pädagogin
  • Promotion zur Frauenbewegung
  • bis 1991 Lehrerbildnerin am Institut für Lehrerbildung in Großenhain
  • von 1991 bis 1998 parlamentarische Beraterin im Arbeitskreis “Soziale Grundsicherung” der Linke Liste/ PDS-Fraktion im Sächsischen Landtag
  • von 1995 bis 2001 stellvertretende Vorsitzende der PDS Sachsen
  • von November 1998 bis Juli 2009 Mitglied des Sächsischen Landtages (Mitglied im Innenausschuss sowie im Ausschuss für Verfassung, Recht und Europa)
  • 1999 bis 2004 Arbeitskreisleiterin des AK “Gleichstellung” der Landtagsfraktion
  • von Juni 1999 bis Juni 2009 Stadträtin in Dresden (Mitglied im Sozialausschuss sowie Krankenhausausschuss)
  • von November 2001 bis November 2009 Vorsitzende der PDS Sachsen bzw. nach deren Umbenennung Vorsitzende DIE LINKE. Sachsen
  • seit 2009 Mitglied im Bundesausschuss der Partei DIE LINKE
  • seit Mitte 2009 Mitglied des Europäischen Parlamentes
im Europaparlament

  • Mitglied der Fraktion Vereinigte Linke/ Nordischer Grüne Linke (Groupe Confédéral de la Gauche Unitaire Européenne/Gauche Verte Nordique, GUE/ NGL)
  • Mitglied der Delegation DIE LINKE im Europaparlament, Leiterin der Delegation

Interessengebiete

  • Innenpolitik, Demokratie-, Freiheitsrechte und Datenschutz
  • Migrations- und Flüchtlingspolitik
  • Regionale Entwicklung in der Europäischen Union und Interregionale Zusammenarbeit zwischen Sachsen, Tschechien und Polen
  • Gender Mainstreaming und Gleichstellung der Geschlechter

Weitere Mitgliedschaften

  • LISA Sachsen
  • GEW
  • Attac
  • Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.
Meine Ziele für Europa
Als langjährige sächsische Landesvorsitzende reizt es mich, die EUROPÄISCHE LINKE mit aufzubauen. Eine starke und wirksame LINKE kann die Europäische Union demokratisieren, transparent machen und soziale Eckwerte für ein menschenwürdiges Leben entwickeln. Sie ist aber auch nötig, um die Ängste der Menschen vor dem “Moloch EU” zu nehmen.Ein grundsätzlicher Wechsel zu einem weltoffenen und antirassistischen Europa ist in der Migrations- und Asylpolitik notwendig. Viele Entscheidungen der EU degradieren Migrantinnen und Migranten auf nationaler Ebene zu Menschen zweiter Klasse, indem ihnen wichtige Menschen- und Bürgerrechte vorenthalten bleiben und sie als billigste Arbeitskräfte ausgenutzt werden.

Seit 1992, als bosnische Flüchtlinge auch nach Sachsen kamen, beschäftige ich mich intensiv mit Flüchtlingsfragen. Gemeinsam mit außerparlamentarischen Bewegungen kämpfen wir in Sachsen für die Abschaffung der Massenunterbringung von Flüchtlingen, deren Bargeldversorgung und die Erleichterung ihrer Integration im Arbeitsmarkt. Dazu gehört konkrete Einzelfallhilfe, wie der aktuelle Kampf um die Einbürgerung afghanischer Staatsangehöriger.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zwangsprostitution im grenznahen Raum zu Polen und Tschechien. Hier hat sich eine stabile Szene, auch der Kinderprostitution herausgebildet, der Sextourismus blüht. Das haben wir als Landtagsfraktion gemeinsam mit Menschenrechts­organisationen öffentlich gemacht und zusammen mit tschechischen Parlamentariern in das Prager Parlament getragen.

Mehrfach sind diese Themen auch im Europäischen Parlament zur Sprache gekommen. Ich will hier anknüpfen, um solchen Menschenrechtsverletzungen entgegenzuwirken.

Als ehemals innenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion erlebte ich hautnah, wie unter dem Vorwand, mehr Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger schaffen zu wollen, Freiheits- und Bürgerrechte zur Makulatur werden. Viele Entscheidungen, die das Recht auf informationelle Selbstbestimmung aushöhlen, fallen im Europäischen Parlament. Wir müssen uns mit einem LINKEN europäischen Gegenkonzept dagegen wehren, dass Sicherheit gegen Freiheit und Menschenwürde ausgespielt wird.