medical check-up

Obwohl das Europäische Parlament sich gern als Datenschutz-Hochburg ausgibt, verlangt seine Verwaltung den parlamentarischen MitarbeiterInnen etwas ab, was durchaus als Aprilscherz durchgehen könnte, aber absolut ernst gemeint ist. Denn die medizinische Pflichtuntersuchung incl. Fragebogen, den sie ausfüllen sollen gehört zum Einstellungsverfahren des EP. Dieser Fragebogen beinhaltet Fragen, wie z.B., ob er/sie Hämorrhoiden hatte, bereits einen Neurologen aufsuchte, welche Geschlechtskrankheiten vorlagen und einen bunten Strauß an weiteren 23 Intimitätsverletzungen. Cornelia Ernst ging dagegen vor. Sie schrieb an den Präsidenten des Parlaments, wendete sich an Europas Datenschutzbeauftragten – beides rekationslos – und schließlich bestellte die DIE LINKE. im EP ein Rechtsgutachten, das als Rechtsgrundlage für ein weiteres Abwehren dieser Datenschutzaffäre dient.

Hier finden Sie alle Informationen dazu

***********************************************

21. Juli 2010
medical checkup in der Financial Times vom 21. Juli 2010
19. Juli 2010
medical checkup im Deutschen Ärzteblatt vom 19. Juli 2010
09. Juni 2010
Artikel zum medical check in der Ärztezeitung

03. Juni 2010
“Haben Sie Hämorrhoiden?” (Artikel von Claus Heckung in der Financial Times)
03. Juni 2010
Wann war Ihre letzte Periode?

14. Dezember 2009
Medizinische Pflichtuntersuchung für parl. Assistenten verletzt Datenschutz

Hier gehts zum Fragebogen in deutsch und englisch

Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlaments bezüglich medical check-up
Stellungnahme des Europäischen Datenschutzbeauftragten
Briefing Gutachten medical check Juni 2010