Gedenken an die Opfer des NS-Terrors

KZ Auschwitz, Einfahrt, Bundesarchiv, Stanislaw Mucha, CC-BY-SA 3.0

Zum Jahrestag der Befreiung der Insassen des KZ-Auschwitz’ und zum Tag des Gedenkens an die Opfer des NS-Terrors erklärt Cornelia Ernst, Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im EP:

„Es gibt heute viele Orte des Erinnerns an die bislang einmaligen Verbrechen des Hitlerfaschismus‘. Sie alle erinnern uns daran, wie schändlich die Nationalsozialisten mit Menschen umgegangen sind, die nicht in ihr Weltbild passten. Diese wurden für lebensunwert erklärt, ihre Ausrottung praktisches Ziel. Die große Mehrheit der Deutschen hat dazu geschwiegen und den Holocaust nicht verhindert, Auschwitz nicht befreit.

Beim Erinnern an die bislang einmaligen Verbrechen des Nationalsozialismus’ geht es daher nicht um ein banales Gedächtnis-Training, sondern darum, dauerhaft dafür zu sorgen, dass es kein Zurück zu einer solchen Katastrophe gibt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, jede Generation muss sich diese Erkenntnis neu erwerben. Auschwitz, Treblinka, Theresienstadt, Buchenwald – diese Hölle auf Erden darf keine Rechtfertigung und Relativierung erfahren. Nie wieder darf sich eine Mehrheit finden, die ein menschenverachtendes System, wie das der Nazis, duldet oder gar stützt. Das gilt für Heute wie für die Zukunft.“ Weiterlesen »

70 Jahre nach der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz

B8VsbR-CMAE7RD6Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee der Sowjetunion das größte Vernichtungslager, in dem mindestens 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden. Im Europäischen Parlament fand PAUL-HENRI SPAAK BUILDING eine Holocaust-Gedenkzeremonie mit Schweigeminute statt.

DIE LINKE. im Europäischen Parlament erklärte anlässlich des 70. Jahretages: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Nirgendwo in Europa dürfen Hass und Ausgrenzung, Vernichtung und Verfolgung möglich sein. Am heutigen Tag gedenken wir der Holocaust-Opfer der Nazi-Diktatur – Millionen Jüdinnen und Juden, Hunderttausende Sinti und Roma sowie Zehntausende Behinderte, Homosexuelle und Regimegegner. Der Begriff Holocaust ist abgeleitet vom griechischen Wort “holokaustos” für “Brandopfer”.

Die Weltwirtschaftskrise zu Beginn der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts ermöglichte und beschleunigte die Nazi-Diktatur. Damals herrschten Massenarbeitslosigkeit und Armut – heute, sieben Jahre nach Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise leben in der EU 26 Millionen Menschen ohne Arbeit, Tendenz steigend. Weiterlesen »