Im Rathaus Dresden-Pieschen wird noch bis zum 31.1.2012 die Ausstellung “Dresden-Pieschen 1933-1945″ ausgestellt. Sie geht dem Aufstieg der NSDAP in Dresden nach und beleuchtet die gesellschaftliche Gleichschaltung nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Anhand einzelner jüdischer Familien aus Pieschen wird die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung erzählt und die Seite der NS-Täter in den Blick genommen.

Mehr als 65 Jahre sind mitt­ler­wei­le seit der Be­frei­u­ung vom Na­tio­nal­so­zia­lis­mus in Eu­ro­pa ver­gan­gen. Es leben nur noch we­ni­ge Men­schen, die die Zeit be­wusst mit­er­lebt und heute noch dar­über be­rich­ten kön­nen. Die den Deut­schen einst dia­gnos­ti­zier­te „Un­fä­hig­keit zu trau­ern“ ist einem mo­ra­li­schen Er­in­ne­rungs­ge­bot ge­wi­chen. Über das Ver­ständ­nis von his­to­ri­scher Ver­ant­wor­tung sowie Trau­er und Er­in­ne­rung lau­fen in Deutsch­land hef­ti­ge De­bat­ten. Durch die Aus­stel­lung „Dres­den-​Pie­schen 1933-​1945″ wer­den his­to­ri­sche Fak­ten in die All­tags­ge­schich­te eines Stadt­teils ein­ge­bet­tet. Dabei soll Ver­gan­gen­heit nicht be­wäl­tigt, son­dern es sol­len die Augen für die Ver­gan­gen­heit ge­öff­net wer­den, um dar­aus Leh­ren für die Zu­kunft zu zie­hen.

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