Stadt Ludwigshafen verwehrt linker Europa-Abgeordneter Zugang zu GeflüchtetenUnterkünften

Flüchtlinge willkommenTrotz vorheriger Anmeldung mit entsprechendem Vorlauf verweigert die Stadtspitze Ludwigshafens Frau Dr. Cornelia Ernst den Besuch der Not- und Sammelunterkünfte am 15.01.2015 auf dem Meßplatz und in der Mannheimer sowie Wattstraße unter abenteuerlichen Vorwänden.
Während Stadt- und Ortsbeiräte auf Einladung der Stadt Zugang erhalten, wird einer LINKEN Europa-Abgeordneten nicht gestattet, sich ein Bild von der Situation in diesen Einrichtungen zu machen.

Dr. Cornelia Ernst ist seit über zwanzig Jahren unterwegs in Sachen Asyl und Flüchtlinge und besucht entsprechende Einrichtungen rund um den Globus, dabei stets in engem Kontakt mit Behörden und Verwaltungen, um Anregungen aufzunehmen und Verbesserungen zu bewirken. Auch in vielen Bundesländern prüfte sie schon die Situation in Unterkünften. Weiterlesen »

Die Antwort liegt links: Nächste Abstrafung des Spardiktats


Europa-Besser-Links
Anlässlich des Ausgangs der spanischen Parlamentswahlen erklärt Cornelia Ernst, Leiterin der Delegation DIE LINKE. im EP:

„Die gestrige Entscheidung der spanischen Wählerinnen und Wähler ist nach Griechenland und Portugal ein weiterer Beleg dafür, dass die Bevölkerungen den knallharten Sparkurs von Merkel, Schäuble und Co. nicht weiter ertragen werden. Die Zeit der bedingungslosen Sparpolitik muss ein Ende haben und das müssen jetzt auch deren Verfechterinnen und Verfechter in Nordwesteuropa endlich akzeptieren.

Die absolute Mehrheit des konservativen Partido Popular (PP) hat seit gestern ebenso ein Ende wie das unausgewogene spanische zwei Parteien System. Unsere Genossinnen und Genossen der spanischen Linken haben ein fabelhaftes Ergebnis erzielt und können jetzt gemeinsam dritte wenn nicht sogar zweite Kraft im Land werden. Dazu gratulieren wir ihnen aus tiefer Überzeugung und Solidarität. Weiterlesen »

Einigung bei Datenschutzreform

Datenschutz-Broschuere_CEGestern Abend konnten Rat, Kommission und Europäisches Parlament eine Einigung finden, womit die EU-Datenschutzreform kurz vor dem Abschluss steht. Dazu erklärt Cornelia Ernst, Schattenberichterstatterin der Linksfraktion GUE/NGL in den Verhandlungen und netzpolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE.:

 

“Ich bin froh, dass endlich eine Einigung für den Datenschutz in Europa gefunden werden konnte. Trotz der beispiellosen Lobbyarbeit gegen alle Verbesserungen in der Reform, liegt nun ein Ergebnis auf dem Tisch, das sich sehen lassen kann.

 

Gerade mit Punkten wie privacy by design, datenschutzfreundlichen Voreinstellungen und dem Verbot, Daten ohne weitere Grundlage an ausländische Geheimdienste weiter zu geben, sind einige wichtige Fortschritte erzielt worden. Ich begrüße besonders, dass fortan empfindliche Strafen bei Verstößen gegen den Datenschutz von den Aufsichtsbehörden verhängt werden können – bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes. Weiterlesen »

Europatag: Konferenz der Bundestagsfraktion DIE LINKE 17. und 18. Dezember 2015

Europa-Besser-LinksDie Europäische Union und der europäische Integrationsprozess sind in keiner guten Verfassung. Das Jahr 2015 zeigte einmal mehr in aller Deutlichkeit, dass sich die EU und die Regierungen ihrer Mitgliedstaaten in zentralen Fragen entweder handlungsunfähig, lernunwillig und sogar undemokratisch erwiesen haben: Der Umgang mit der aktuellen Flüchtlingssituation belegt, dass es um die »europäischen Werte« und
Solidarität nicht gut bestellt ist.

Trotz offenkundigem Scheitern der neoliberalen Krisenbearbeitung wird an diesem Kurs festgehalten und dieser sogar - wie im Fall Griechenlands – gegen den demokratischen Willen der betroffenen Menschen durchgesetzt. Auch auf die schrecklichen Terroranschläge von Paris reagiert die EU mit militärischem Engagement im Ausland und der Einschränkung von Bürgerrechten im Innern, statt sich mit den Ursachen des Terrorismus zu befassen und daraus Lehren für eine friedliche Außenpolitik zu ziehen. Weiterlesen »

Europäischer Stromverbund - Auf den Energiemix kommt es an!

energie erneuernHeute stimmte das Europäische Parlament mit 630 Stimmen Mehrheit für den Bericht zum Ausbau des Europäischen Stromverbundes. Dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im EP:

“Ich begrüße, dass der Bericht zum Ausbau des europäischen Stromverbundes heute eine Mehrheit im Parlament gefunden hat. Der Bericht erkennt an, dass das Ausbauziel von 10 Prozent nicht wissenschaftlich, sondern politisch gesetzt wurde und betont, dass der Ausbau nicht das vorrangige Ziel sein darf. Vielmehr müssen ebenfalls bestehende Leitungen besser genutzt und deren Kapazität bewertet werden.”

Cornelia Ernst weiter: “Doch der Ausbau des europäischen Stromverbundes wird nicht zwangsläufig zur Förderung von Erneuerbaren Energien führen, auch wenn die Kommission dies in ihrer Mitteilung schreibt. Solange Kohle- und Atomstrom billiger sind und deren externe Kosten nicht eingepreist werden, solange wird ein Ausbau der Infrastruktur eine stärkere Verteilung von Kohle- und Atomstrom erlauben und in Kombination mit den veränderten europäischen Beihilferegelungen im Energiebereich dazu führen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht vorangeht.”

Bericht zur Europäischen Energieunion - Bekenntnis zu Energieeffizienz, aber auch Kernenergie, Fracking und US-amerikanischem Rohöl

Heute nahm das Europäische Parlament mit einer Mehrheit von 403 Stimmen den Bericht zur Europäischen Energieunion an, dazu erklärt Cornelia Ernst, energiepolitische Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im EP:

 

“Ich begrüße, dass sich das Parlament für bindende Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz ausgesprochen hat. Immerhin 30 Prozent bei erneuerbaren Energien werden gefordert, und zwar auch als bindende Ziele auf nationaler Ebene - eine unserer Hauptforderungen bei der Überarbeitung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie. Ebenso ist zu begrüßen, dass ein bindendes Ziel von 40 Prozent für die Steigerung der Energieeffizienz gefordert wird, auch dies soll nicht nur für die EU-Ebene, sondern auch für die einzelnen Mitgliedstaaten gelten.

Leider greift dieser Bericht die wenigen positiven Signale von COP21 überhaupt nicht auf. Der Versuch, das 1,5-Grad-Ziel in den Text einzufügen, ist misslungen. Hinzu kommt: die Mitgliedstaaten werden zwar aufgefordert, ihre Energiestrategien auf eine Senkung der Emissionen auszurichten, allerdings hält sich das Parlament ein Hintertürchen offen und fordert, dass diesen Bemühungen auch vergleichbare Bemühungen der weltweit größten Verschmutzer gegenüberstehen müssen. Der Bericht leugnet schlicht die Verantwortung der Industriestaaten, die den Löwenanteil an Emissionen in der Vergangenheit und Gegenwart erzeugt haben und immer noch erzeugen. Insgesamt ist der Beitrag des globalen Südens zum Klimawandel ungleich geringer als der des Nordens, vor allem, wenn man die Pro-Kopf-Emissionen betrachtet. 2013 betrugen diese in den USA 16,5 Tonnen pro Jahr, in Deutschland 9,4 Tonnen, in China 5,3 Tonnen und in Indien 1,64 Tonnen.

Wie scheinheilig der Verweis auf die weltweit größten Verschmutzer ist, zeigt das Verhalten der Mehrheit der Abgeordneten beim Thema Fracking. Diese Fördermethode, die so viel mehr an Emissionen erzeugt als die Förderung konventioneller fossiler Brennstoffe und beträchtliche Risiken für Umwelt und Mensch birgt, wird vom Parlament nicht eindeutig abgelehnt. Die Mitgliedstaaten werden zwar aufgefordert, sich bei der Exploration und Durchführung von Frackingvorhaben an die Empfehlungen der Europäischen Kommission von 2014 zu halten. Doch diese Empfehlungen sind zu schwach und nicht bindend. Sie enthalten bspw. keine Hinweise, wie Mitgliedstaaten mit kontaminiertem Wasser umzugehen haben. Ebenso wenig, wie Unternehmen über den Einsatz von Chemikalien informieren sollten.”

“Weiterhin bedauere ich, dass sich das Parlament zum wiederholten Male für ein eigenes Energiekapitel in TTIP ausgesprochen hat. Damit sollen amerikanische Exporte von Flüssiggas und Rohöl in die EU ermöglicht werden. Also weitere fossile Brennstoffe, die die CO2-Emissionen der EU erhöhen werden und die Fracking-Nachfrage in den USA anheizen.

Die Mehrheit des Parlaments hat schlussendlich festgestellt, dass die Stilllegung von Atomkraftwerken in der EU beträchtliche Lücken in den CO2-armen Grundlastanteil der Stromversorgung reißen wird. Damit verkennt sie völlig die Zukunfts-Potentiale der erneuerbaren Energien, die 2013 bereits 26 Prozent der Bruttostromerzeugung in der EU ausmachten.”