Bei der Umsetzung der Kohäsionspolitik kommt den Städten eine Schlüsselrolle zu. Städte verfügen über eine Reihe elementarer Stärken, wie die Konzentration von unternehmerischem und kreativem Potenzial, Forschung und Entwicklung, Transport, Logistik, kulturelle Vielfalt, und nicht zuletzt das große Reservoir an vielfältig ausgebildeten Menschen.
Statement der GUE/NGL von Cornelia Ernst, Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Regionale Entwicklung im Europäischen Parlament
Städtische Gebiete machen einen großen Anteil an der Umsetzung europäischer Politik aus, 73% der europäischen Bevölkerung lebt dort, etwa 80% des BIP wird dort erzeugt, und bis zu 70% der Energie der Union dort verbraucht.
Städtische Gebiete sind keine isolierten Einheiten in ihren jeweiligen Regionen, ihre Entwicklung ist eng verknüpft mit den sie umgebenden funktionellen, randstädtischen oder ländlichen Territorien. Deshalb muss der Austausch bewährter Praktiken über Strategien für den ländlichen und städtischen Raum gefördert werden, um die Verbindung zwischen städtischen und ländlichen Gebieten zu verbessern.
Die städtische Dimension ist in der laufenden Förderperiode erstmals in die Strukturfondsverordnungen integriert worden. In den Operationellen Programmen der Mitgliedstaaten und Regionen wurde der städtischen Dimension in unterschiedlichem Maße Rechnung getragen. In den kürzlich von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Verordnungen für die zukünftige Kohäsionspolitik sollen mindestens 5% der EFRE-Mittel für integrierte Maßnahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung verwendet werden.
Projekte zur sozialen Inklusion und Armutsbekämpfung, die für Städte und städtische Gebiete so wichtig sind, profitieren besonders von den Möglichkeiten der Querfinanzierung zwischen dem EFRE und dem ESF. Hier benötigen wir flexible Bedingungen für diese Querfinanzierungen.
Städte können einen wesentlichen Beitrag leisten im Kampf gegen den Klimawandel, z.B. durch einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, durch die energetische Sanierung von Gebäuden und die nachhaltige Stadtteilplanung. Die energetische Sanierung von Gebäuden kann außerdem ein Mittel zur Bekämpfung der Energiearmut sein, unter der eine wachsende Zahl von Menschen in der Europäischen Union zu leiden hat.
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